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Strategie Aktualisiert Juni 2026 · 6 Min. Lesezeit

Das Revolut + Amex
Karten-Duo

Die Amex Platinum sammelt ausgezeichnete Meilen auf CHF-Ausgaben in der Schweiz. Revolut sammelt Punkte auf Fremdwährungsausgaben — ohne Wechselkurszuschlag. Zusammen decken sie jeden ausgegebenen Franken ab, egal in welcher Währung. Diese Anleitung erklärt das Setup, die Zahlen und die Einschränkungen.

Das Problem mit einer einzigen Karte

Die Amex Platinum von Swisscard ist die beste Karte für Meilensammler in der Schweiz. Du sammelst 1 Membership-Rewards-Punkt pro CHF, die 2:1 zu Flying Blue und Miles & More übertragen werden — also effektiv 0,5 Airline-Meilen pro CHF. Die Karte bietet ausserdem Priority Pass, Reiseversicherung und Hotel-Status.

Der Haken: Amex verlangt einen Devisenaufschlag von 2,5 % auf Fremdwährungstransaktionen. Einkauf auf Amazon.de, Zahlung in USD auf Reisen oder britische Online-Shops — du zahlst immer eine unsichtbare Gebühr. Bei CHF 2'000 jährlicher Fremdwährungsausgaben sind das CHF 50 Gebühren, bei CHF 10'000 bereits CHF 250.

Was Revolut tatsächlich bietet

Revolut ist eine digitale Bank, die mehrere Währungen hält und zum Interbankenkurs umrechnet — ohne Devisenaufschlag bis zum monatlichen Limit (je nach Plan). Die Pläne Revolut Metal und Ultra bieten ein Punkteprogramm, dessen Punkte zu Airline- und Hotelprogrammen übertragen werden können.

Relevante Transfer-Partner für die Schweiz (Stand 2026):

Das 1:1-Verhältnis zu Flying Blue verdient eine eigene Erwähnung, ist keine Fussnote: Amex Membership Rewards transferieren zu Flying Blue nur im Verhältnis 2:1 — jeder Revolut-Punkt ist doppelt so viel wert wie ein Amex-MR-Punkt, sobald er bei Flying Blue landet. Ist Flying Blue speziell dein Zielprogramm, lohnt sich Revolut für Fremdwährungsausgaben nicht nur wegen der gesparten FX-Gebühr, sondern auch wegen des besseren Transferverhältnisses.

Wichtig

Der kostenlose Revolut-Plan verdient keine Punkte. Du brauchst Revolut Metal oder Ultra. Beachte die monatliche Punkteobergrenze in der App. Der Monatsplan für Metal kostet ca. CHF 14-18 — das solltest du in deine Rentabilitätsrechnung einbeziehen.

Das Zwei-Karten-Setup

Amex Platinum verwenden für

Revolut Metal / Ultra verwenden für

Die Zahlen

SzenarioKarteVerdiente MeilenDevisengebühr
CHF 1'000 CHF-Ausgaben / MonatAmex Platinum500 FB-MeilenKeine
CHF 500 Fremdwährung / MonatAmex Platinum250 FB-MeilenCHF 12.50
CHF 500 Fremdwährung / MonatRevolut Metal~450 FB-MeilenKeine
Jährlicher Unterschied (Fremdwährung)-+2'400 MeilenCHF −150 gespart

Transfer-Strategie: Wann übertragen?

Sowohl Amex MR als auch Revolut-Punkte sind flexible Währungen — sie liegen auf deinem Konto und werden erst beim Transfer zu Airline-Meilen. Diese Flexibilität ist wertvoll.

Zu wenig Meilen für eine Buchung? Die Lücke lässt sich kaufen

Ist Flying Blue das Ziel dieses gesamten Setups, gibt es noch eine zweite Ebene an Flexibilität: Du musst dir eine Einlösung nicht ausschliesslich ersammeln. Beide Seiten dieser Revolut-zu-Flying-Blue-Pipeline lassen sich direkt mit Bargeld aufstocken.

Zwei unabhängige Wege, eine Lücke zu schliessen

Revolut verkauft RevPoints direkt in der App, und Flying Blue verkauft Meilen direkt über sein eigenes Subscribe-to-Miles-Programm (ab rund €0,011/Meile im günstigsten Tarif). Das ist echte, unabhängige Hebelwirkung: Fehlen dir zwei Wochen vor der gewünschten Buchung noch ein paar tausend Meilen zu einem Promo Award, musst du nicht warten — kaufe RevPoints und transferiere sie 1:1, oder kaufe Flying-Blue-Meilen direkt, je nachdem, was gerade günstiger ist. Kein anderes Schweiz-relevantes Meilenprogramm auf dieser Seite bietet einen vergleichbar direkten Weg, die Lücke an beiden Enden der Pipeline zu schliessen.

Fazit

Amex Platinum für CHF-Ausgaben. Revolut Metal für alles in Fremdwährung. Beide speisen in die gleichen Programme ein. Das Setup dauert 20 Minuten und spart 2-3 CHF pro CHF 100 Fremdwährungsausgaben gegenüber einer Einzelkarte.

Revolut Metal kostet ca. CHF 168-216 pro Jahr. Bei Fremdwährungsausgaben von mehr als ca. CHF 700-900 pro Monat rechtfertigen die Gebührenersparnis und die Punkteprämien die Plankosten.

Was dieses Setup nicht löst

Revolut ist kein Ersatz für ein Schweizer Girokonto. Es gibt Transfer- und Bankomatlimiten, der Kundenservice ist primär digital, und die regulatorische Stellung unterscheidet sich von einer Schweizer Bank mit Bankenlizenz. Nutze es als Ausgaben- und Punkte-Tool, nicht als dein primäres Finanzzuhause.

Ausserdem: Sowohl Amex MR als auch Revolut-Punkte haben Mindestbeträge für Transfers. Prüfe diese, bevor du Punkte in kleinen Tranchen ansammelst, die sich nicht effizient übertragen lassen.

Was dieses Setup auch nicht entfernt: den Transferschritt selbst. Sowohl Amex MR als auch Revolut-Punkte liegen als flexible Währung, bis du sie aktiv zu Flying Blue transferierst. Ist speziell Flying Blue dein Ziel und du willst diesen Schritt für deine CHF-Ausgaben überspringen, schreibt die Viseca Flying Blue World Mastercard Meilen direkt gut — sie löst nicht das FX-Gebühren-Problem dieses Guides, ist aber als Alternative für den CHF-Anteil deiner Ausgaben erwähnenswert.

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