Meilen vs. Reka:
Was bringt mehr?
Reka ist ein einzigartiges Schweizer Prämieninstrument. Arbeitgeber subventionieren Reka-Checks mit Rabatt; Mitarbeitende geben sie bei Restaurants, Hotels und Freizeiteinrichtungen zum Nennwert aus. Airline-Meilen funktionieren anders, konkurrieren aber um dieselben CHF in deinem Budget. Hier ist der ehrliche Vergleich.
Was Reka eigentlich ist
Reka (Schweizerische Reisekasse) ist eine Genossenschaft, die Zahlungsmittel ausgibt — Reka-Checks, Reka-Rail und die Reka-Card — die bei rund 10’000 Partnerstellen in der Schweiz (Migros, Restaurants, Skigebiete, SBB usw.) akzeptiert werden. Das Instrument wird über Arbeitgeber-Leistungskanäle mit Rabatt ausgegeben: Ein Arbeitgeber bietet CHF 100 Reka-Wert für CHF 96 Lohnabzug. Der Mitarbeitende gibt dann CHF 100 Wert aus, hat aber nur CHF 96 bezahlt — ein direkter 4-Prozent-Rabatt auf Freizeit- und Reiseausgaben.
Reka-Wert ist vollständig garantiert — kein Programmrisiko, keine Wertentwertung und keine Umrechnungskomplexität.
Was Meilen eigentlich sind
Auf Kreditkartenausgaben verdiente Airline-Meilen sind Punkte in einem Treueprogramm, deren Wert ausschliesslich davon abhängt, wie du sie einlöst. Economy-Einlösungen ergeben ca. CHF 0,008-0,012 pro Flying-Blue-Meile. Business-Class-Langstreckeneinlösungen — wo Meilen glänzen — ergeben CHF 0,015-0,025 pro Meile, und bei Promo Awards manchmal mehr.
Der direkte Vergleich
| Kennzahl | Reka (4 % Arbeitgebersubvention) | Flying-Blue-Meilen (Amex Platinum) |
|---|---|---|
| Wert pro CHF 100 ausgegeben / verdient | CHF 4,00 garantiert | CHF 1,25-5,00 je nach Einlösung |
| Wertsicherheit | 100 % | Variabel |
| Verwendungszweck | Schweizer Freizeit, SBB, Restaurants | Internationale Flüge |
| Wert in Business Class (pro CHF) | N/A | CHF 2,50-5,00 |
Wo Meilen gewinnen
Für alle, die mindestens einmal jährlich langstreckenmässig in Business oder First reisen, gewinnen Meilen den Vergleich — aber nur in der Business oder First Class. Economy-Einlösungen mit Meilen bringen ca. CHF 1-1,50 pro CHF 100 Kartenausgaben, was weniger ist als der 4 % Reka-Rabatt.
In der Business Class dreht sich die Rechnung scharf um: Ein ZRH-SIN-Return in Business kostet ca. CHF 7’000 bar. Mit 120’000 Flying-Blue-Meilen plus CHF 900 Steuern zahlt man nur CHF 900 aus der Tasche — eine Ersparnis von CHF 6’100 pro Buchung. Dieser Vergleich gilt unabhängig davon, ob du ab Zürich oder Genf fliegst — bei der Reka-vs-Meilen-Abwägung geht es um den Einlösungswert, nicht um den Abflughafen.
Der reale Vergleich
Bei CHF 1’000 Lebensmitteleinkauf: Reka spart dir CHF 40. Meilen auf denselben Ausgaben (via Amex zum 2:1-Transferverhältnis, 0,5 Meilen pro CHF 1) geben dir 500 Flying-Blue-Meilen — im Wert von CHF 8-13, wenn du sie für einen Business-Class-Flug einlöst. Aber nur, wenn du diese Einlösung tatsächlich machst.
Die Amex-zu-Flying-Blue-Zahlen oben gehen vom Standard-Transfer 2:1 aus. Die Viseca Flying Blue World Mastercard sammelt dieselben 0,5 Meilen pro CHF 1 direkt, ganz ohne Transferschritt.
Wo Reka gewinnt
Für Haushalte, die nicht international in Premium-Klassen fliegen, ist Reka objektiv besser: garantiert, sofort verfügbar, einlösbar bei SBB oder Migros nächste Woche. Meilen liegen brach, bis du sie verwendest. Die Komplexität der Programmverwaltung, das Verfallsrisiko und das Timing der Transfers sind real — für Haushalte, die einfach einen klaren Rabatt wollen, liefert Reka das.
Reka gewinnt auch bei Ausgaben, die sich nicht über eine Kreditkarte abwickeln lassen (Überweisungen, reine TWINT-Händler, Barzahlungen). Arbeitgeberfinanzierte Reka-Checks brauchen überhaupt keine Karte.
Geht beides gleichzeitig?
Ja, und viele Schweizer Haushalte machen genau das. Arbeitgeberfinanzierte Reka-Leistungen brauchen keine Karte — sie sind lohnbasiert. Meilen sammelst du über deine Kreditkartenausgaben. Die beiden Programme laufen problemlos parallel, solange du Einkäufe bei Händlern, die beides akzeptieren, mit der Meilenkarte bezahlst und Reka dort einsetzt, wo Reka akzeptiert wird und deine Karte nicht. In Restaurants, die beides akzeptieren: nutze die Meilenkarte. Für SBB-Tickets im Reka-Rail-Programm: nutze Reka. In Skigebieten, die Reka akzeptieren: nutze sie dort und spare die Meilenkarte für alles andere auf.
Das ehrliche Fazit
Wenn du Langstrecke in Business Class fliegst: Meilen gewinnen bei korrekter Einlösung deutlich. Die absolute Ersparnis bei einer einzigen Business-Class-Einlösung übersteigt Jahre von Reka-Rabatten.
Wenn du nicht international in Premium-Klassen fliegst: Reka bietet eine bessere garantierte Rendite auf dieselben Ausgaben — ohne Programmrisiko und ohne Komplexität.
Wenn du es nicht weisst: Fange an, Meilen zu sammeln. Du kannst sie immer für kurzstrecken-europäische Flüge zu niedrigerem Wert ausgeben, wenn du nie zu einer Langstreckeneinlösung gelangst. Aber du kannst die Meilen nicht zurückbekommen, die du nie gesammelt hast.